Für den Niah Caves Nationalpark heuerten wir einen Taxifahrer an. Er sollte uns eineinhalb Stunden hin fahren, dort warten und uns wieder zurück bringen. Die Strassen sind holprig, er fuhr rasant und hektisch, aber routiniert. Trotzdem brauchte man den Sicherheitsgurt mehr als bei jedem Flug... Er erklärte viel auf der Fahrt und am Ende seiner Wartezeit empfing er uns mit Litchi-Saft, Wasser, Gummibärchen und Zältli, er hielt an einem Stand, wo es die besten Kokosnüsse zu trinken gibt und wollte uns unbedingt am nächsten Tag dann zum Flughafen bringen.
Bevor wir uns auf den Weg zu den Höhlen machten, trafen wir Ben und Christina. Wir haben sie in Pa' Lungan kennen gelernt und später in Bario schon einmal wieder gesehen. Die Welt ist klein! Der Weg zu den Höhlen ging zuerst auf einem Boot über den Fluss (Achtung Krokodile), dann auf einem Holzsteg mitten durch den Dschungel. Die Baumriesen dort waren beeindruckend. Der Regenwald hier ist viel üppiger als wir ihn im Bako-Nationalpark oder in der Umgebung von Bario gesehen haben. Affen soll es hier auch geben, aber weniger zahme, dafür sahen wir Raupen, Riesenameisen (kinderdaumengross), Spinnen, knallrote Tausendfüssler und Flurin entdeckte sogar eine Schlange!
Die Höhle ist riesig: In deren Höhen leben "Swiftlets"-Vögel (das sind Salanganen, also Segler) und Fledermäuse. Der Kot der Fledermäuse und der Swiftlets wird gesammelt und als Guano-Dünger verkauft. Dazu klettern die Sammler an Holzgestellen und Seilen hoch bis und die entlegensten Höhen. Durch das Höhlensystem mit seinen dunklen Kammern (Taschenlampe empfohlen) führt ein Steg. Diesen darf man jederzeit verlassen und selber forschen gehen. Dafür hatten wir leider etwas wenig Zeit, weil ja unser Taxifahrer wartete...
| Mit dem Boot Richtung Niah Caves |
| Baumriese mit Brettwurzeln |
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| Niah Cave mit Sonnenstrahlen |
Zum Flughafen am nächsten Tag gings selbstverständlich mit "unserem" Taxifahrer. Weil wir erfahren haben, dass er Geld aus verschiedenen Ländern sammelt, haben wir ihm eine Schweizer 10er-Note und eine Münze und auch grad noch einen Switzerland-Kugelschreiber geschenkt. Er hat sich sehr gefreut!
Der Flug nach Kota Kinabalu war kurz, keine Stunde. Der Flughafen ist ziemlich viel grösser als in Miri. Und mit dem Taxi zum Hotel waren wir beeindruckt: die Stadt ist riesig, viele Lichter und hoch gebaute Häuser. Überall Touristen. Ich hatte mir bisher angewöhnt freundlich in jedes vorbeifahrende Auto zu lächeln und zu winken. Das interessiert hier überhaupt niemanden. Alle sind beschäftigt und Weisse gewohnt. Obwohl Kuching die Hauptstadt von Sarawak ist, ist sie sehr viel provenzieller als hier die Hauptstadt von Sabah.
| Kota Kinabalu: Wurde im 2. Weltkrieg völlig zerbombt |
Der Sonntag war unser Markt- und Arzttag. Durch den Sonntagsmarkt (lebende Fische in Plastiksäcken, Hühner, Hunde, Hamster ins kleinsten Käfigen zu kaufen, frische und getrocknete Fische...) schlenderten wir zu einem Arzt. Flurin hatte nun wieder stark Durchfall - unsere Medikamente (Imodium) nützten überhaupt nichts, und er hatte keinen Appetit. In der 24-Stunden-Klinik zieht man an der Theke einen Zettel wie bei uns auf der Post. Oben gibt es eine Anzeige, da wird die Zahl auf dem Zettel einem Arztzimmer zugewiesen. Zuerst wägen und Fieber messen, dann der Untersuch. Am Schluss gab uns die Ärztin andere Medikamente - und seitdem geht es wieder bergauf.
| Flurin im Wartezimmer |
Am Nachmittag gingen wir ans Meer. Dort war der Essens-Markt, der Souvenir-Markt und der Fisch-Markt. Es stank ziemlich, das Gemisch aus Abwasser, Abfall, Fischen und Hitze war nicht so mein Ding.
| Hundewelpen zu verkaufen :-( |
Am Abend gings dann noch zum Nachtmarkt. Unglaublich, was für Meeresgetier zu haben ist... Vor Ort wurde gegrillt und gekocht. Nur mit Flurins Beschwerden sind wir nicht mehr so risikofreudig und haben später beim "echten" Italiener (fast zum Schämen...) gegessen.
| Es hätte feinen Fisch gegeben ... |
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| ... aber für einmal gings zum Italiener |
| Pulau Manukan |
Den Bus haben wir nicht gefunden. Von den korrekt angeschriebenen Bussen haben sie uns immer weggelotst, führten uns zu leeren Kleinbussen und wollten uns überreden diese zu chartern, damit wir nicht warten müssten, bis die Busse voll sind. Wir fanden etwas abseits von den grossen Touristenmassen einen freundlichen Taxifahrer, der uns zu einem vernünftigen Preis hinfuhr, dort wartete und uns wieder nach Hause brachte.
Auf der Farm waren wir die einzigen Besucher. Nach etwa einer halben Stunde kam eine Frau auf uns zu und führte uns den Rest unseres Besuchs von Gehege zu Gehege, wir durften Krokodile und Fische füttern, sie zeigte uns ein Baby-Krokodil und erklärte uns sehr viele interessante Dinge über Krokodile (und Alligatoren). Nur für uns vier (und unseren Taxifahrer) gab es eine Show, bei der der eine "Krokodilbändiger" aufs Krokodil lag, und wir bekamen später noch Krokodilzähne und für Ostern ausgeblasene Krokodileier geschenkt.
| Livio mit zweijährigem Krokodil |
| Flurin füttert Krokodil mit Hühnchen |
Am Mittwoch fliegen wir nach Singapore zurück und von dort geht es am Donnerstag auf eine kleine malayische Insel: Pulau Sibu. Auf der Insel gibt es zwei Resorts, eine eigene Wasserquelle, Sandstrand, Schnorchelmöglichkeiten, Kinderunterhaltung, eine Bar, die geöffnet hat, solange man bestellen will (genau für uns, hehehe) - mal sehen, ob wir uns dem Osterweekend-Trubel etwas entziehen können. Internet werden wir dort nicht haben...
Zu Schluss noch dies:


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